Teil 3: Mobilität ≠ Flexibilität

Teil 3: Mobilität ≠ Flexibilität

MOBILITY ist in aller Munde. Dehnen vor/nach dem Training, aktives/passives Stretchen, Yoga, Faszien-Training auf der Blackroll – alles wird fälschlicher Weise meistens unter dem Begriff Mobility verstanden und schnell mit dem Begriff Flexibilität vermischt.

Aber Moment! Ist Mobilität und Flexibilität ein und dasselbe? Genau genommen ist Flexibilität ein Bestandteil von Mobilität, und beide werden durch folgende Merkmale unterschieden:

Mobilität

  • Aktive Beweglichkeit in einem oder mehreren Gelenken
  • Erfolgt immer aus motorischer Kontrolle heraus = ohne äußeren Zug oder Druck
  • Optimierung motorischer Ansteuerung = Körperwahrnehmung + neuronalem Zusammenspiel beteiligter Strukturen
  • Beispiel: Kontrollierte Gelenkrotationen (Shoulder/Hip CAR’s)

Mobilität dient als ein übergreifender Begriff, der alles einbezieht, was Bewegung in der vollen Bewegungsamplitude beeinflusst. Dazu gehören Mobilitätstraining, motorische Kontrolle (Verknüpfung zentrales Nervensystem), Bewegungen von Gelenken und Gelenkkapseln und auch die Dehnfähigkeit der Muskulatur.

Flexibilität

  • Passive Beweglichkeit, klassisches Dehnen ohne muskuläre Aktivierung
  • Fähigkeit des Weichgewebes (Muskeln, Fett-, Bindegewebe), einen bestimmten Bewegungsradius auszuführen/sich in die Länge zu ziehen
  • Beispiel: Statisches Dehnen (z.B. der Oberschenkelrückseite, indem man vorgebeugt die Zehen berührt)

Stretching hat die Intention, Spannung in der Muskulatur zu reduzieren, d.h. die Muskulatur flexibler zu machen. Durch Mobility lernst Du hingegen, Positionen aktiv zu kontrollieren und Deine Muskulatur bewusst anzusteuern. Je größer der Unterschied zwischen aktiver und passiver Beweglichkeit (Mobilität vs. Flexibilität), desto größer ist das Verletzungsrisiko. Wenn Du Dich viel dehnst, wirst Du mit der Zeit immer beweglicher. Wenn Du diese Beweglichkeit nun aber nicht durch Muskelkraft ausgleichen kannst, resultiert eine erhöhte Verletzungsgefahr, da Dein Gelenk ggf. instabil ist.

In unserem CrossFit Leipzig Basic Guide findest Du einige Tests zum Thema Mobility, die Du gleich selbst ausprobieren kannst. Hier ein Beispiel für Deine hintere Kette:

Auszug aus dem CrossFit Leipzig Basic Guide

Beherrschst Du eine optimale Ansteuerung der beteiligten Muskulatur zur richtigen Zeit und mit der richtigen Intensität von An- und Entspannung, so lässt Dein Körper eine gesunde Bewegungsreichweite zu.

Zudem trainierst Du mit Mobilitätstraining funktionelle Bewegungsmuster, sodass Dein Gehirn (neue) Bewegungen in einem erweiterten Bewegungsausmaß zulässt.

Festzuhalten ist, dass sowohl Mobilitäts- als auch Flexibilitätstraining unerlässlich für einen gesunden und angenehmen Bewegungsfluss Deiner Muskulatur und Gelenke sind.

 

Hier findest Du Teil 1 und Teil 2 unserer Artikelreihe zum Thema Mobilität und Flexibilität.

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Fon
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